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St.Johannisorgel

Aufkirchen, St.Johanniskirche
11 Stations
16:53 min Audio
104 m directions_walk favorite 6
St.Johannisorgel
St.Johannisorgel

Auf der Orgel: zwei lobsingende Engel, sie preisen Gott mit Herzen, Mund und Händen und lassen etwas vom Klang des frühbarocken Werkes ahnen. Die Orgel hatte einen langen Weg hinter sich, ehe sie nach Aufkirchen kam. Vom Abt von Rebdorf bestellt, war sie 1663 gebaut worden. Jener konnte sie nicht bezahlen. Schließlich übernahm sie der Eichstätter Bischof Johann Eucharius Schenk zu Castell, ließ sein Wappen auf ihr anbringen und schenkte sie den Eichstätter Dominikanern. Am oberen Rand des Wappens erkennen Sie Bischofsstab, und Bischofsmütze, einen Märtyrer und das Schwert des Fürstbischofs. Der Märtyrer thront auf einem Lorbeerkranz, die Arme auf den Rücken gebunden, sein Unterleib ist abgeschlagen. Er hat mit Christus überwunden (Off. 2,10). In den Wappenfeldem sehen Sie außer zwei Hirschgeweihen, vier englische Leoparden, die uns an Willibald, den ersten Eichstätter Bischof, an seinen Bruder Wunibald und deren englische Herkunft erinnern. Nach der Säkularisation des Dominikanerklosters 1806 stand die Orgel zum Verkauf.
Der Aufkirchener Johann Caspar Beck war als Schlachtermeister in Hamburg in der napoleonischen Zeit zu Geld gekommen. Er spendete die 475 Gulden für den Ankauf der Orgel (rechts von der Orgel sein Bild). Inzwischen wurde die Orgel von der Firma Steinmeyer in Oettingen einige Male überholt, die Schauseite vom klassizistischen Weiß befreit.

Mit ihren barocken Farben und Formen gibt sie dem Kirchenraum sein festliches Gepräge und mit ihrem Klang auch eine Antwort auf das, was der Oettinger Kreuzaltar im Chor darstellt: “So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben” (Joh.3,16).

An der Nordwand des Schiffes finden Sie Bilder, die für die Orgelempore gemalt wurden. Österreichische Glaubensflüchtlinge kamen nach dem Dreißigjährigen Krieg nach Aufkirchen und Irsingen. Sie trugen das Ihre zum Wiederaufbau der Kirche bei und erhielten ihren Platz an der Orgel. Die Bilder erinnern an Verfolgung, Flucht, an ihr Ringen mit Gott und an ihren Dank ihm gegenüber.

Christus mit den Jüngern im Sturm Jesus schläft trotz Sturm und Wellen. Die Jünger versuchen ihn zu wecken: Herr, hilf, wir verderben! Aber weil sie zu Christus gehören, ist über ihnen Jesu die Verheißung: Die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

Jakobs Traum! Jakob flieht vor Esau. Gottes Engel kommen zu ihm, während er schläft. Sie segnen ihn. So mögen es die aus dem Ländlein ob der Enns erfahren haben, als sie flüchteten.

Jakobs Kampf mit dem Engel! Jakob lässt den Fremden nicht, der da die ganze Nacht mit ihm ringt. Jakob will vor der Begegnung mit dem Bruder noch einmal gesegnet werden!

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