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Steingarten Lamstedt

Gemeinde Lamstedt; an der K21 zwischen Wingst und Lamstedt
37 Stationen, 46:25 min Audio
3.43 km
Steingarten Lamstedt
Steingarten Lamstedt

Allgemeine Informationen
Dieser Findlingssteingarten bei Lamstedt ist eine Zusammenstellung von Zeugnissen und Überresten der vergangenen Eiszeiten. In Nord- in Mitteleuropa gab es drei große Eiszeiten, die unterschiedlich weit vordrangen und zu gewissen Zeiten andauerten. Die älteste ist die Elster-Eiszeit, worauf die Saale-Eiszeit folgte. Aus dieser stammen auch die Findlinge im Steingarten. Die Weichsel-Eiszeit erreiche nur noch das Bundesland Schleswig-Holstein.

Von ca. 300.000 bis 100.000 Jahren vor Heute gab es Kilometer dicke Gletschermassen. Durch diese Gletscher und dessen Schmelzwässer wurden Gesteine, zumeist Findlinge unterschiedlicher Größe, Sand und Geröll aus ganz Skandinavien bis zu ihrem heutigen Ort transportiert. Die geschah in einem langen Zeitraum durch mehrere Schübe und Vorstöße, die die heutige Landschaft in unserer Region formten und prägten

Dieser Steingarten ist auf einer sehr markanten Erhebung im Flachland, einer Endmoräne bzw. einer Gletscherzunge angelegt worden und damit besonders.

Es können zudem auch noch Findlingsgräber in der Nähe des Steingartens erkundet werden, dessen Lage ausgeschildert ist.

Damit bestimmte Begriffe, die in dem Audioguide verwendet werden, verständlich sind, gibt es hierzu einige kurze Definitionen:

In der Petrografie, einer Sparte der Geologie, gibt es drei Hauptgruppen

1. Magmatische Gesteine bzw. Magmatite (Erstarrungsgesteine) werden in der Geologie die Gesteine bezeichnet, die durch Erstarrung von Magma in der Erdkruste oder der Erdoberfläche entstehen. Die Erstarrung hat Einfluss auf Mineralienkristalle und das Aussehen der Gesteine.

2. Sedimentgesteine (= Ablagerungsgesteine, Schichtgesteine) (bzw. Sedimentite) werden durch Diagenese bzw. Verfestigung aus unverfestigten Lockersedimenten gebildet. Die Verfestigung und Kompression wird durch Druckerhöhung und Entwässerung der Sedimentschichten hervorgerufen. Durch die Zementierung wird das Lockergestein in ein Festgestein umgewandelt.

3. Metamorphe Gesteine entstehen durch Metamorphose von Sedimentgesteinen oder magmatischen Gesteinen. Bei der Metamorphose, das heißt durch die Umwandlung werden die Ausganggesteine durch Druck- und Temperaturänderungen unter der Erdoberfläche so verändert, dass neue Minerale und Gesteine entstehen. Diese haben oft eine Schieferung.

4. Migmatite: Gesteine, bei denen eine teilweise Aufschmelzung stattgefunden hat, bezeichnet man als Migmatite. Sie bilden eine eigene Gruppe zwischen den Gneisen und den magmatischen Gesteinen.

Paramorph und Metamorph werden auf tafeln vor Ort sehr gut erklärt

Mit Mineralmischung ist die Zusammensetzung der Minerale im Gestein gemeint.

Alle Informationen können nur im Zusammenhang von Steckbrief und Audioguide erhalten werden.

Porphyrische Gefüge: Es ist ein Begriff zur Beschreibung des Gefüges eines magmatischen Gesteins. Es ist nach den typprägenden Gesteinen, den sogenannten Porphyren, benannt. Das porphyrische Gefüge ist durch deutliche Größenunterschiede der Mineralkörner im Gestein gekennzeichnet (bimodale Korngrößenverteilung)

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