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Der Rache nicht

Frankfurt am Main
2 Stations, 70:18 min Audio
2.41 km directions_walk favorite 2
Der Rache nicht

„Der Rache nicht“ ist ein ortspezifischer, dokumentarischer Audio-Walk im Stadtraum Frankfurt. Den Ausgangspunkt bilden die Biografien einiger vom NS-Regime verfolgter Frankfurter Künstler:innen, welche ab 1933 aus dem kulturellen Stadtleben gedrängt wurden.

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess betrieben am Börsenplatz eines der berühmtesten Fotoateliers der Weimarer Republik. Hans Erl und Magda Spiegel gehörten zu den Starsänger:innen der Frankfurter Oper, der Schauspieler Joachim Gottschalk glänzte am Schauspiel im Rollenfach des Jugendlichen Helds.
Von ihnen verliert sich die Spur in der fortschreitenden NS-Diktatur und wir begeben uns heute auf die Suche:
Wie vollzog sich der Machtwechsel 1933 an den Frankfurter Theatern? Wie wirkte sich dies auf das künstlerische Leben Frankfurts und auf die Schicksale der Künstler*innen aus? Welche Namen sind heute vergessen, die die 20er Jahre doch so entschieden mitprägten?

Der Audio-Walk des Kollektiv Widerhall (Casagrande/ Haagen/ Schwesinger) gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Geschichten der Künstler:innen in der Stadt zu verorten, welche wir täglich durchlaufen. Er verknüpft historisches Material mit fiktiven Textpassagen und sucht nach Interaktionen mit der heutigen Stadt.

Sprecher:innen:
Marlene-Sophie Haagen, Christina Geisse,
Lena Schmidtke, Leon Stiehl, Melanie Straub
und Wolfgang Vogler

Ein Audiowalk von und mit:
Louisa Beck, Loriana Casagrande, Jan Deck,
Marlene-Sophie Haagen, Dennis Hoss
und Marie Schwesinger

Informationen zur Barrierefreiheit:
Der Weg hat eine Gesamtlänge von ca. 3 km und beinhaltet einige Gelegenheiten zum Sitzen. Bitte beachten Sie, dass auf der Strecke einige Straßen überquert werden müssen.

Der Audiowalk ist nur in der Richtung vom Willy-Brand-Platz bis zur Hansaallee 7 erfahrbar.

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, von Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und durch die Stiftung EVZ: Erinnerung, Verantwortung und Zukunft im Förderprogramm: local.history.
Mit freundlicher Unterstützung des Schauspiel Frankfurt und des Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.

Quellenangaben und Zitate:

• Zeitungsartikel Carry Hess über Anna Pawlowa: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.1952, S. 17, zitiert aus: Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt. 518, Nr.15256

• Zeitungskritiken Magda Spiegel: Frankfurter Zeitung, 5. Dezember 1922, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 78

Berliner-Börsen-Courier, 25. März 1926, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 79

Augsburger Abendzeitung, 10. August 1928, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 100

Darmstädter Zeitung, 15. Oktober 1930, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 101

Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 77, S. 116f

Frankfurter Nachrichten, 15. September 1929, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 87

• Brief Magda Spiegel an Josef Turnau, 27. Juni 1930: Institut für Stadtgeschichte, Personal­akte 40.896, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 120–121

• Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zitiert aus: http://www.verfassungen.de/de33-45/beamte33.htm

• Brief Hans Meißner an Oberbürgermeister Friedrich Krebs, 23. Juni 1933, Institut für Stadtgeschichte, Magistratsakte 61140 Bd.1, zitiert aus: Schültke, B.: Theater oder Propaganda? Die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main 1933–1945, Frankfurt am Main 1997, S. 78

• Brief Magda Spiegel an Hans Meißner, 17. Oktober 1933, Institut für Stadtgeschichte, Personalakte 40.896

• Kündigung Magda Spiegels durch Hans Meißner, Institut für Stadtgeschichte, Personalakte 40895, Durchschlag vom 17. Dezember 1934, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 175

• Brief Gaupropagandaleiter Willi Stöhr an Hans Meißner, Institut für Stadtgeschichte, Signatur S1-384 / 102, Bestand: Mohr, Albert Richard: Nachlass

• Brief Friedrich Maurer an F. Wolff, Institut für Stadtgeschichte, Signatur S1-384 / 102, Bestand: Mohr, Albert Richard: Nachlass

• Sämtliche Dokumente zur Wiedergutmachungssache von Carry-Cornelia Hess, Entschädigungsbehörde Wiesbaden, Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt. 518, Nr.15256


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